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30. Mai 2010 ~ 2 Kommentare ~ Von Chrissie

Funhouse Summer Carnival

Ich war in meinem Leben schon auf vielen Konzerten, sehr vielen. Es waren Konzerte der unterschiedlichsten Musikrichtungen und in den verschiedensten Größenordnung. Trotzdem gab es gestern eine kleine Premiere für mich. Ich war zum aller ersten Mal in meinem Leben auf einem Konzert in einem ausverkaufen Stadion. Ich besuchte den Auftakt der “The Funhouse Summer Carnival Tour 2010″ von P!INK im Kölner Rhein Energie Stadion. Es war ein ergreifendes Gefühl. Das Stadion war mit ca. 42.000 Besuchern ausverkauft und es war unglaublich zu sehen, dass P!NK es schafft die unterschiedlichsten Menschen in einem Stadion zu vereinen. Ich habe noch nie so ein breitgefächertes Publikum gesehen. Jung und alt aus den verschiedensten “Sub-Kulturen”. Bereits vor Beginn des Konzertes war ich zu Tränen gerührt. La Ola Wellen in einem ausverkauften Stadion sind schon sehr überwältigend.

Als P!NK schließlich mit einem lauten und sehr bunten Knall, der über eine Minute lang eingeleitet wurde und für eine unglaubliche Spannung sorgte,  auf die Bühne flog, wechselte dieses ergreifende und gerührte Gefühl in absolute Faszination. P!INK & Friends sind für die Bühne geboren. Ich habe mich zeitweise dabei ertappt, dass ich mit offenen Mund dastand, weil ich meinen eigenen Augen nicht trauen konnte. Natürlich wusste ich, dass P!NK immer sehr akrobatische und außergewöhnliche Schoweinlagen bringt, aber wirklich dabei zu sein ist tatsächlich etwas anderes. Falls jemand von euch noch ein Konzert der Tour besuchen wird, möchte ich natürlich nicht zu viel verraten und halte mich deshalb etwas zurück. Eins möchte ich allerdings noch loswerden: P!NK ist unglaublich nah am Publikum dran. Das hat mich wohl am meisten fasziniert. Ob sie nun direkt über das Publikum rollt oder hüpft, sie ist zum Anfassen nah und doch so fern.

Trotz aller Euphorie möchte ich auch noch loswerden, dass das Konzert einen kleinen negativen Beigeschmack hatte. Die Show dauerte gerade mal 75 Minuten. Das grenzt meiner Meinung nach schon an eine Frechheit. Zwei Stunden sollten bei einem Konzert dieser Größenordnung und bei einem Künstler mit einem so großen Repertoire schon drin sein. Natürlich darf man an dieser Stelle nicht vergessen, dass schon vier Stunden vorher wirklich gute Vorgruppen spielten, aber letztendlich zahle ich doch für Pi!NK und nicht für Paolo Nutini oder sonst wem.

07. Oktober 2009 ~ 0 Kommentare ~ Von Chrissie

Ein geschenkter Tag

Max Herre

Max Herre

So nennt sich Max Herres aktuelles Album, aber ein Geschenk für die Ohren ist es definitiv nicht. Ich habe lange auf sein zweites Soloalbum gewartet und wurde bitter enttäuscht. Den “alten Max” sucht man auf der Platte leider vergebens. Es wird weniger gerappt und mehr gesungen. Prinzipiell ist das noch lange nicht schlecht, aber in diesem Fall hört es sich nach einem heulenden Hund an. Max stellt eindeutig unter Beweis, dass er nicht der talentierteste Sänger ist.

Wie gewohnt sind die Lyrics sehr tiefgründig, aber wirklich fesseln tun sie mich nicht. Es ist alles sehr melancholisch und es fehlt eindeutig an Pep. Ja, es ist langweilig. Noch vor wenigen Wochen hätte ich mir nicht erträumen lassen, dass ich das Wort “langweilig” mit Max Herre in Verbindung bringen würde. Schade!

Wie bringt man solche Lieder eigentlich live? Ich habe Max als begnadeten Entertainer in Erinnerung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man das Publikum mit solchen Liedern rocken kann. Ich werde auf jeden Fall ein Konzert der “Ein geschenkter Tag Tournee 2009″ besuchen und hoffe, dass Max mich vielleicht live von seinem neuen musikalischem Ich überzeugen kann. Ansonsten wäre es wohl ein verschenkter Tag.